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GEMEINDEBRIEF 109 | 2026 Juni–August EVANGELISCH-LUTHERISCHE SÜDSTADTKIRCHENGEMEINDE OSNABRÜCK Leichtes Gepäck Von der Freiheit weniger zu brauchen

INHALT · EDITORIAL 10 4 21 25 3 Auf ein Wort 4 Ballast 7 NEU: Wandergruppe 8 Flohmarkt 9 Aus der Gemeinde 12 Gottesdienste 12 Freud und Leid 15 Kirchenkneipe 17 Kirchenvorstand 19 Lukas Familienzentrum 21 Ev. Jugend Südstadt 22 Senior*innen Akademie 26 Zu guter Letzt 28 Wir sind für Sie da Liebe Leserinnen und Leser, Neue Öffnungszeiten Gemeindebüro! Dienstag Mittwoch 8 bis 12 Uhr 8 bis 13.30 Uhr Donnerstag 15 bis 19 Uhr Freitag 8 bis 10.30 Uhr manchmal merkt man erst beim Kofferpacken, wie viel man eigentlich trägt. Das gilt für den Urlaub – und für das Leben. Unser Sommerheft dreht sich genau darum: Was brauche ich wirklich? Was darf bleiben – und was darf endlich weg? Bevor es in die ruhige Sommerzeit geht, hat die Gemeinde noch einiges erlebt. Allen voran den Besuch aus Südafrika: 21 Sängerinnen und Sänger der MartinLuther-Kantorei aus Limpopo haben uns eine Woche lang mit Musik, Tanz und einer Lebensfreude beschenkt, die ansteckend war. Wer dabei war, weiß: manchen Schatz packt man besser ein. Eine besondere Nachricht begleitet uns in den Sommer: Antje Kassler verlässt den Kirchenvorstand – um als neue Pfarrsekretärin ins Gemeindebüro zu wechseln. Wir sagen herzlichen Dank und: schön, dass du bleibst! In diesem Heft finden Sie die Einladung zur Sommerkirche mit dem Thema „Vorbilder“, den Start einer neuen Wandergruppe, und einen Flohmarkt, der beweist: Loslassen kann sich wie Befreiung anfühlen – besonders bei einem Pool-Billardtisch, für dessen Abholung vier starke Männer bereitstehen. Ich wünsche Ihnen einen Sommer mit leichtem Gepäck und dem richtigen Ballast: guten Begegnungen, ein wenig Stille und viel Sonne. Ihr Hilko Danckwerts, Pastor 2 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

AUF EIN WORT Leichtes Gepäck Ich packe gern. Ich packe auch gern zu viel. Da liegt der Koffer offen auf dem Bett, und ich lege hinein, was man „vielleicht brauchen könnte“: die zweite Regenjacke (man weiß ja nie), das dicke Buch für lange Abende, das dünne für den Strand, Sandalen, Wanderschuhe, Halbschuhe – für den Fall, dass es doch ein schickes Restaurant gibt. Und die Hausapotheke, vollständig versteht sich: Ibuprofen, Pflaster, Sonnencreme in drei Schutzfaktoren, dazu das Antibiotikum aus dem letzten Jahr, das ja noch nicht abgelaufen ist. Dann sitze ich auf dem Koffer, bis er schließt. Und frage mich auf dem Weg zum Bahnhof, warum mir der Rücken schon wehtut, bevor der Urlaub begonnen hat. „Nehmt nichts mit auf den Weg“, sagt Jesus zu seinen Jüngern, als er sie aussendet. Keinen Ranzen, kein Brot, kein Geld, kein zweites Hemd. (Markus 6,8) Das klingt wie eine Zumutung. Oder wie ein Versprechen. Wahrscheinlich beides. Denn was Jesus meint, ist nicht Askese um der Entbehrung willen. Er meint: Vertraut darauf, dass das Nötige kommt. Dass Menschen euch aufnehmen, dass das Leben euch versorgt – wenn ihr aufhört, euch mit Vorräten zu panzern. Leichtes Gepäck ist keine Armut, sondern eine Haltung. Eine Art, die Welt zu betreten: offen, empfangsbereit, unbeladen. Und vielleicht ist das gar nicht so weit entfernt von dem, was wir uns im Urlaub eigentlich wünschen. Nicht die zweite Regenjacke. Sondern das Gefühl, für einen Moment nicht alles unter Kontrolle haben zu müssen. Dass das Ungeplante passieren darf. Dass wir ankommen können – bei uns, bei anderen, beim Staunen. Leichtes Gepäck hat viele Gesichter. Es ist der Koffer, der tatsächlich ins Handgepäckfach passt. Aber auch der Terminkalender, aus dem man für ein paar Wochen ausgestiegen ist. Das Grübeln, das man am Abend vor der Abfahrt irgendwo abgestellt hat. Die Erwartungen, die man zu Hause lässt. Die alte Kränkung, die man – zumindest für diesen Sommer – vielleicht nicht mitschleppen muss. Das ist schwerer als das Ausmisten des Koffers. Und gleichzeitig das Einzige, was wirklich Platz schafft. Ein alter Mönch soll gesagt haben: „Ich habe heute sehr viel zu tun – also werde ich zwei Stunden länger beten.“ Auch das klingt wie eine Zumutung und wie ein Versprechen. Die Idee dahinter: Wer sich innerlich leert, findet Kraft. Wer loslässt, gewinnt Bodenhaftung. Wer weniger braucht, wird freier – nicht ärmer. Der Sommer lädt dazu ein. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Sonnenlicht und Langsamkeit. Mit dem Meer, das keine Agenda hat. Mit dem Abend, der einfach lang ist. Nehmen Sie ruhig die Sandalen mit. Und die Sonnencreme. Aber lassen Sie auch etwas da. Hilko Danckwerts 3

BALLAST Ein Haus wird leerer, der Kopf leiser Warum Loslassen schwerfällt und warum es der Seele guttut Aufräumen und Entrümpeln sind nicht dasselbe. Das habe ich bei einer größeren Aufräumaktion selbst erlebt. Während Aufräumen Ordnung schafft und Dinge an ihren Platz bringt, geht Entrümpeln einen Schritt weiter. Es bedeutet, sich von Überflüssigem zu trennen. Dabei geht es nicht nur um Gegenstände, die sich über Jahre angesammelt haben. Oft stoßen wir dabei auch auf Ballast, den wir innerlich mit uns herumtragen. Manche Dinge finden fast unbemerkt ihren Weg in unser Leben und bleiben länger, als wir ursprünglich gedacht haben. Im Laufe der Jahre sammeln sich unzählige Gegenstände, Geschenke, Andenken, Fotos oder Sachen aus vergangenen Lebensabschnitten an. Irgendwann erkennen wir, wie viel Raum diese Dinge inzwischen in unserem Leben einnehmen. Viele Menschen kennen dieses stille Ersticken an den eigenen Dingen. Der Schreibtisch ist überfüllt, der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten, und auf dem Dachboden oder im Keller stehen Kisten, die seit Jahren nicht geöffnet wurden. Vieles davon wird längst nicht mehr gebraucht. Dennoch zögern wir oft, uns von ihnen zu trennen, weil sie uns an Menschen, Orte, Geschichten und besondere Zeiten erinnern. Als die Vergangenheit aus den Schubladen kam Auch bei mir hatte sich im Laufe der Jahre mehr angesammelt, als mir bewusst war. So begann ich eines Tages, nicht ganz freiwillig und mit einigem Widerwillen, eine größere Aufräumaktion. Zunächst fühlte es sich eher nach Arbeit als nach Befreiung an. Ich räumte Schreibtisch, Schränke und Schubladen aus. Dabei kamen zahlreiche Dinge zum Vorschein, die längst keine Bedeutung mehr hatten: alte Unterlagen, Zeitschriften, Notizen und Kleidungsstücke, die seit Jahren ungenutzt geblieben waren. Zeitweise schien das Durcheinander eher größer als kleiner zu werden, und ich fragte mich, ob jemals wieder Ordnung einkehren würde. Während ich Gegenstand für Gegenstand in die Hand nahm, gingen meine Gedanken zurück in vergangene Zeiten. Erstaunlicherweise waren es nicht die großen Entscheidungen, die mir schwerfielen, sondern die kleinen. Viele Dinge waren mit wichtigen Lebensabschnitten verbunden: mit der Arbeit in einer Textilfabrik, der Bundeswehrzeit, den Jahren des Studiums und dem langen Berufsleben. Mit jedem Gegenstand tauchten Erinnerungen auf, und längst vergangene Momente wurden wieder lebendig. Was bleibt, wenn Dinge gehen Wir bewahren vieles auf, weil wir glauben, damit ein Stück unseres Lebens festhalten zu können. Doch manches, was wir festhalten, hält am Ende uns fest. Schränke, Regale und Dachböden werden voller, während der Raum für Neues kleiner wird. Nicht alles, was einmal wertvoll war, muss für immer aufgehoben werden. Erinnerungen verlieren ihren Wert nicht, wenn ein Gegenstand geht. Sie leben in uns weiter. Wer etwas wertschätzt, darf auch dankbar Abschied nehmen. Am Ende war mein Wohnbereich deutlich leerer und ordentlicher. Vor allem aber spürte ich eine innere Erleichterung. Mir wurde bewusst, dass Aufräumen mehr sein kann als eine praktische Tätigkeit. Es ist zugleich eine Begegnung mit der eigenen Lebensgeschichte. 4 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

BALLAST Was wir mit uns herumtragen Nicht nur Schränke und Regale füllen sich im Laufe der Jahre. Auch in unseren Herzen und Gedanken sammelt sich manches an. Zu diesem seelischen Ballast gehören Enttäuschungen, Sorgen, ungeklärte Konflikte, alte Verletzungen und Schuldgefühle. Manche Erfahrungen liegen offen vor uns, andere haben wir tief in uns verborgen. Doch selbst wenn sie längst vergangen scheinen, nehmen sie Raum ein und können unser Leben belasten. Oft tragen wir solche Lasten länger mit uns herum, als uns guttut. Wir halten an Kränkungen fest, die längst zurückliegen, oder machen uns Vorwürfe wegen Fehlern, die sich nicht mehr ändern lassen. Sorgen um die Zukunft und ungelöste Fragen kehren immer wieder in unsere Gedanken zurück. Wohin mit dem Ballast? So wie wir unsere Wohnung entrümpeln, tut es auch der Seele gut, innezuhalten und zu fragen: Was belastet mich? Worauf könnte ich verzichten? Was darf ich loslassen? Nicht alles lässt sich einfach wegwerfen wie ein alter Gegenstand. Aber manches kann ausgesprochen, vergeben oder Gott anvertraut werden. Wer loslässt, verliert nicht zwangsläufig etwas Wertvolles. Oft wachsen dadurch Dankbarkeit, Hoffnung und Vertrauen. Der Blick für das, was wirklich wichtig ist, wird frei. Schon Johann Wolfgang von Goethe hat diese Erfahrung in einem Gedicht beschrieben: Im Atemholen sind zweierlei Gnaden: Die Luft einziehn, sich ihrer entladen; Jenes bedrängt, dieses erfrischt; So wunderbar ist das Leben gemischt. Du danke Gott, wenn er dich presst, Und dank ihm, wenn er dich wieder entlässt. Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), West-östlicher Divan, „Buch des Sängers“, entstanden 1814–1819. Wie beim Atmen gehören auch im Leben Festhalten und Loslassen zusammen. Wir nehmen Erfahrungen, Erinnerungen, Begegnungen und Verantwortung für andere Menschen in uns auf. Doch wir können nicht alles dauerhaft mit uns tragen. Manches hat seinen Platz und darf bleiben, anderes dürfen wir loslassen. Ein aufgeräumtes Herz ist nicht frei von Wunden, Enttäuschungen und Sorgen. Aber es weiß, dass es all das Gott anvertrauen kann, der trägt, was uns zu schwer wird. Freiheit durch Loslassen Loslassen klingt leicht, ist aber oft ein schwerer Schritt. Viele Dinge bewahren wir aus Verbundenheit auf. An ihnen hängen Erinnerungen, Geschichten und manchmal auch Menschen, die uns wichtig sind. Ähnlich ist es mit dem, was wir in unserem Inneren mit uns tragen: Sorgen, Schuldgefühle, Verletzungen oder ungeklärte Fragen. Wir dürfen all das vor Gott bringen. Das bedeutet nicht, die Vergangenheit zu vergessen oder Schwierigkeiten zu verdrängen. Es bedeutet, darauf zu vertrauen, dass Gott uns begleitet. Das Evangelium ist eine Botschaft der Befreiung. Wir müssen nicht alles festhalten und nicht alles allein bewältigen. Was wir loslassen, fällt nicht ins Leere. Es fällt in Gottes Hand. Dort ist es geborgen. Vielleicht wird dadurch nicht nur das Haus ein wenig leerer und der Kopf leiser. Vielleicht kehrt auch mehr Frieden in unser Herz ein, und wir finden neue Kraft für den Weg, der vor uns liegt. Joachim Prinz SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 5

BALLAST Und was kann jetzt weg? Vor gut zehn Jahren brachte die Band „Silbermond“ das Lied „Leichtes Gepäck“ heraus. In dem Text heißt es: „Und eines Tages fällt dir auf, dass du 99 % davon nicht brauchst. Du nimmst allen Ballast und schmeißt ihn weg. Denn es reist sich besser mit leichtem Gepäck.“ Es geht um das Loslassen können, Entrümpeln der Wohnung und des ganzen Lebens. Wahrer Lebenswert entstehe nicht durch materiellen Besitz, man solle sich auf das Wesentliche konzentrieren. Doch was ist das Wesentliche? Diese Frage spielt in allen Religionen eine Rolle. Im Buddhismus z. B. soll man sich frei machen von den Bindungen zur Welt. Die weltliche Existenz wird als Ursache von Leid angesehen. Es geht darum, die vergängliche Natur der Welt zu durchschauen, um nicht mehr an ihr zu haften und so echtes inneres Glück zu finden. Im Christentum haben wir mitunter ein ähnliches Bild davon, wie Jesus zur Welt stand. Die Jahrhunderte hindurch haben Christen ihren Jesus immer wieder so gesehen, nämlich als einen Wanderprediger aus Galiläa, der Armut predigte. Er sagt ja auch zu seinen Jüngern: Ihr sollt weder Gold noch Silber noch Kupfer in euren Gürteln haben, auch keinen Reisesack für den Weg, auch nicht zwei Hemden (eigentlich ist ein Unterhemd gemeint), keine Sandalen und keinen Wanderstock. (Mt. 10,9-10). Scheinbar ist Jesus der Erfinder des leichten Gepäcks. Ich frage mich allerdings, ob diese Verse tatsächlich als Packzettel für meinen Rucksack gemeint sein können. Denn wer so auf Wanderschaft geht, ist ganz schön blank. Als Wanderer hätte ich ganz gerne Schuhe und einen Stock dabei, damit ich nicht wehrlos bin gegen Dornen, spitze Steine und streunende Hunde. Der Vers steht in der Aussendungsrede Jesu. Als Jesus durch Galiläa zog, heilte er Kranke und erklärte Menschen in seiner Bergpredigt, wie sie Anteil haben können an dem anbrechenden Reich Gottes und wie sie damit ihr Leben reich machen können. Die Menschen, so lesen wir im Matthäus-Evangelium, schmachteten nach dieser Botschaft so sehr, dass es Jesus Leid tat. Darum sendet er seine Jünger aus, um an seiner Stelle zu handeln: Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus (Mt 10,8). Von einem guten Jünger Jesu kann man also Wunder erwarten. Und die Jünger lassen sich senden, weil sie wissen, dass Jesus etwas für sie hat. Dass sie, wenn sie sich auf seine Botschaft einlassen und diese zur Richtschnur ihres Lebens wird, einen Schatz im Himmel haben. Will sagen: dann erhält das Leben einen Sinn, weil ich mich einschwinge auf das Reich Gottes, in dem ich einen Platz haben werde. Für Matthäus ist ganz wesentlich, dass ein Mensch, der sich derart von Jesus ansprechen lässt, mit dieser Botschaft nicht allein bleiben kann. Am Ende des Evangeliums steht die Missionsrede: Gehe hin in alle Welt, lehret alle Völker! Das gibt Jesus seinen Jüngern, somit jedem von uns, auf. Reden wir von dem, was uns Jesu schenkt und womit er uns reich macht! Das Festhalten an Gegenständen kann bei der Erfüllung unseres Auftrages hinderlich sein, wenn sich der Fokus verschiebt, nämlich weg von Jesu Botschaft und nicht mehr auf die Welt gerichtet. Leichtes Gepäck an sich ist nicht das Anliegen Jesu. Wenngleich das Sich-Einlassen auf das Reich Gottes Freiheit braucht von dem, was mich im Leben von Gott ablenkt. Leichtes Gepäck kann mir den Weg zum Wesentlichen erleichtern, und das ist das Reich Gottes und der Weg zu meinem Nächsten, dem ich davon erzähle. Dietmar Otte 6 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

BALLAST Leichtes Gepäck: Von der Freiheit weniger zu brauchen „Das Handgepäck des Lebens“ Wer im Sommer verreist, steht unweigerlich vor dem Koffer. Die alles entscheidende Frage lautet: Was muss mit – und was kann zu Hause bleiben? Meistens packen wir zu viel ein. Am Ende schleppt man die dicken Pullover ungetragen durch den Urlaub. Aber wie sieht es eigentlich im Alltag aus? Was gehört in das „Handgepäck“, das wir durch unsere Lebensjahre tragen? Wir haben uns im Gemeindegebiet umgehört und Gemeindemitglieder gefragt: „Wenn Sie Ihr Leben auf ein Handgepäck reduzieren müssten – was nähmen Sie unbedingt mit?“ Marianne, 68, aus Voxtrup: „Mein Tagebuch von 1975, ein gutes Paar Wanderschuhe für die Wege rund um den Piesberg und die Gewissheit, dass man für ein gutes Gespräch nicht mehr braucht als eine Bank im Schatten und zwei Tassen Kaffee.“ Heinz-Werner, 54, aus dem Fledder: „Auf jeden Fall Humor! Wer im Leben keinen Humor im Gepäck hat, zahlt beim Schicksal ständig drauf wegen Übergepäck. Und vielleicht ein Foto von meinem ersten VW-Käfer, mit dem ich damals über die Alpen gefahren bin. Das erinnert mich daran, dass man auch mit wenig PS weit kommt.“ Sabine, 72, vom Schölerberg: „Keine Gegenstände, sondern Erinnerungen. Das Lachen meiner Enkelkinder, das Gefühl von Geborgenheit in unserer Kirche und die Fähigkeit, über kleine Dinge staunen zu können – wie die Rosen in meinem Garten, wenn sie im Juli morgens noch den Tau tragen.“ WANDERGRUPPE Nicht nur lesen, sondern loswandern! Erinnern Sie sich noch an unsere letzte Ausgabe, in der wir Ihnen die schönsten Plätze und Spaziergänge in unserer Kirchengemeinde vorgestellt haben? Elisabeth Fischbein fand die Ideen so wunderbar, dass sie sich dachte: Warum eigentlich nur darüber lesen? Man sollte viel lieber direkt loswandern! Deshalb möchte sie eine neue, kleine Wandergruppe ins Leben rufen und lädt alle Interessierten herzlich dazu ein, gemeinsam die Natur vor unserer Haustür zu erkunden. Die Gruppe trifft sich ab Juli an jedem 1. Dienstag im Monat um 14 Uhr am Lukas Familienzentrum (Heckerstr. 75). Unsere ersten Termine zum Vormerken: 7. Juli / 4. August / 1. September Die ersten gemeinsamen Wege werden uns durch den Schölerberg und an den Riedenbach führen. Haben Sie Lust, sich anzuschließen, frische Luft zu genießen und in netter Gesellschaft zu plaudern? Anmeldung und Informationen: Bitte melden Sie sich bei Interesse einfach telefonisch unter (05 41) 86 02 99 64. Wir freuen uns auf viele Mitwanderer! SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 7

FLOHMARKT Flohmarkt Wir verkaufen und verschenken nicht mehr benötigte Gegenstände und Möbel aus unserem Gemeindehauskeller an der Luther. Alles muss selbst abgeholt werden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Martina Jandeck: Tel. (05 41) 5 69 01 68. 1. Pool Billard in Profi Größe und auch Profi Gewicht sucht neuen Wirkungsbereich: Wer hat Lust zum Spiel und hat auch den Platz dafür? Für 50 Euro kann dieses Gerät mit Lebensgeschichte von vier starken Männern in der Südstadtkirchengemeinde abgeholt werden. 2. Airhockey mit kleinen Beschädigungen sucht ein neues zu Hause und interessierte Spieler. Zu verschenken an Selbstabholer! 1. 3. Sitzgarnitur in einem schönen Blau, 3-2-1, guter Zustand, Holzfüße, abzugeben; gegen Spende an die Südstadtkirchengemeinde. 4. Tischtennisplatte sucht neuen Standort! Bitte nur indoor verwenden. Robustes Teil, mit dem auch schon ordentlich gespielt wurde. Wir freuen uns über eine Spende. ischkicker (1) mit Lebensspuren sucht Spielverrückte! Mit diesem chätzchen kann man für eine Spende von 50 Euro an die Gemeinde noch eine Menge Spaß haben! Wer holt sich das Schätzchen ab? 6. Tischkicker (2) mit ein wenig mehr Lebensspuren sucht ein neues zuhause! Gegen eine Spende an die Gemeinde zieht das Schätzchen gerne um. 2. 5. 3. 6. 4. 8 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

AUS DER GEMEINDE Mieter für unsere WG gesucht Unsere Gemeinde vermietet seit vielen Jahren das alte Pfarrhaus an der Iburger Str. 75 als (Studenten-)WG). Ab sofort ist ein Zimmer im 1. OG mit 13m2 frei. Außerdem steht eine voll ausgestattete Küche, ein Wohnzimmer, ein Flur mit Sitzmöglichkeit zur Verfügung. Vier weitere Mädels wohnen in den anderen Zimmern. Das Highlight ist der wunderschöne Garten mit Terrasse, Paletten-Sofa und Kirschbaum! Die Miete setzt sich wie folgt zusammen: 160 Euro für das Zimmer, Anteil für die Mitnutzung des Wohnzimmers: ca. 27 Euro, Nebenkosten: ca. 180 Euro. Die Kaution beträgt nur 83 Euro. Interessenten melden sich bitte bei Marie Herfort: marieherfort2001@gmail.com und stellen sich kurz vor mit Name, Alter, Hobbys, Charakterbeschreibung und was sie nach Osnabrück zieht. Abendmahl zuhause feiern Das Abendmahl ist ein kostbares Geschenk, dass Jesus uns gegeben hat. Leider ist es aber nicht allen Gemeindegliedern möglich, die Gottesdienste unserer Gemeinde zu besuchen. Aus diesem Grund möchten wir Ihnen sagen: Melden Sie sich gerne bei uns, wenn Sie Abendmahl feiern möchten – wir kommen gerne zu Ihnen. Laden Sie auch Ihnen Nahestehende dazu ein, wenn Sie möchten. Gemeinsam erinnern wir dann an Gottes Nähe, singen, beten und lassen uns durch das Abendmahl stärken. Zeit für Gespräche! Friedhofsgespräche Jeden 1. und 3. Donnerstag laden die Kirchengemeinde St. Joseph und die Südstadtkirchengemeinde auf dem Friedhof in Voxtrup zu Gespräch und Begegnung herzlich ein. Worum es bei dem Gespräch geht, bleibt völlig offen. Es kann um Trauer gehen, aber auch jedes andere Thema ist willkommen. Man kann spontan kommen, oder sich vorher telefonisch oder per E-Mail kurz anmelden. Die Termine sind: 02. Juli: 16. Juli: 06. August: 20. August: Gemeindereferent Schulte Pastorin Telscher-Bultmann Gemeindereferent Schulte Gemeindereferent Schulte 03. September: Gemeindereferent Schulte 17. September: Pastorin Telscher-Bultmann 15. Oktober: Pastorin Telscher-Bultmann Uhrzeit: Von 16 bis ca. 17 Uhr Wo: Sie finden uns auf der Bank unter der Trauerbirke. Vom großen Eingang aus können sie die Bank sehen, wenn sie geradeaus schauen. Bei Regenwetter und ab November finden die „Friedhofsgespräche” nicht statt. Wir freuen uns auf Sie! Begegnung auf dem Wochenmarkt Einmal monatlich finden Sie ebenfalls jemanden „von Kirchens“ auf dem Wochenmarkt am Riedenbach. Jeweils am letzten Freitag im Monat sind wir von 11 bis 12 Uhr, manchmal auch schon früher, am Eingang des Wochenmarkts auf Höhe der St. Joseph-Kirche und freuen uns auf Begegnungen, Gespräche! SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 9

AUS DER GEMEINDE Interreligiöses Gespräch „Bibel und Koran“ Am 25. August, 19 Uhr Auf die Initiative des Lesezirkels der Friedensstadt Osnabrück e.V. wollen wir einander begegnen und schauen, welche gemeinsamen Personen und Geschichten es in der Bibel und im Koran gibt und wie sie jeweils beschrieben werden. Aydin Suljakovic, ehrenamtlicher Imam in der Saraj-Bosna Moschee an der Meller Straße 298 und Lehrer für Englisch und islamische Religion in Lengerich, und Pastorin Ina von Häfen geben Impulse und laden zur Diskussion ein. Das dritte Treffen beim Lesezirkel fiel leider aus. Jetzt ist die Südstadt wieder dran – wir beschäftigen mit der Kreuzigung Jesu und wie sie gedeutet wird. Die Abende sind in sich geschlossen, ein Einstieg ist jederzeit möglich! Abschied und Begrüßung Antje Kassler verlässt den Kirchenvorstand und wird unsere neue Pfarrsekretärin Antje ist jetzt in ihrer dritten Periode des Kirchvorstands dabei. Hier hat sie immer stets motiviert die Fahnen für das Lukas Familienzentrum hochgehalten, deren Koordinatorin sie außerdem ist. Immer ansprechbar für die Belange von Familie und wenn etwas umzusetzen ist, werden wir sie sehr vermissen. Warum geht sie? Sie tritt die Nachfolge von Michaela Schneider als Sekretärin unserer Gemeinde an. Weil sie mit 16 Stunden angestellt wird, darf sie nicht gleichzeitig im Kirchenvorstand aktiv sein. Vielen Dank für deinen Einsatz und schön, dass du weiterhin dabei bist! Am 30.08. wird Antje Kassler um 11 Uhr im Gottesdienst aus dem KV verabschiedet und in ihre neue Aufgabe als Pfarrsekretärin eingeführt. Festlicher Gottesdienst für die Konfirmationsjubiläen 2026 Am Sonntag, den 13. September, um 11 Uhr Sind Sie vor 50, 60, 65, 70 oder noch mehr Jahren konfirmiert worden? Entweder in den vorher selbstständigen Gemeinden Luther, Lukas, Melanchthon und Margareten oder ganz woanders – wir wollen dieses Jubiläum mit Ihnen und Ihren Angehörigen in einem festlichen Gottesdienst begehen und Ihnen persönlich Gottes Segen zusprechen. Im Anschluss an den Gottesdienst machen wir ein Gruppenfoto, das Ihnen digital zugeschickt wird. Außerdem gibt es die Möglichkeit, im Paulusheim ein gemeinsames Mittagsbuffet zu genießen. Sobald die Überweisung dafür (exklusive Getränke, der genaue Preis kommt noch) bei uns eingeht, haben Sie einen Platz am Tisch, solange die Kapazität reicht. Nur denjenigen, deren Daten wir in unserem Mitgliederverzeichnis haben, können wir einen Einladungsbrief zuschicken! Sollten Sie also noch Menschen aus Ihrer ehemaligen Konfirmandengruppe kennen, die nicht mehr im Bereich der Südstadt-Kirchengemeinde wohnen, dann dürfen Sie diese gerne informieren, damit auch sie sich anmelden können. Und wer an anderen Orten konfirmiert wurde, darf selbstverständlich auch gerne hier mitfeiern. Bis zum 1. September können Sie sich anmelden. 10 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

AUS DER GEMEINDE Die Südstadt-Kitas entdecken die Lutherkirche Gottesdienste in unseren Kitas zu feiern, sich mit den Kindern von ganz klein bis Vorschulkind religionspädagogisch der Bibel zu nähern – das ist etwas, was uns in der Südstadtkirchengemeinde und „unseren“ vier Kitas sehr wichtig ist. Wichtig ist aber auch, dass die Kinder mit Kirchen vertraut werden. Dass sie erleben, dass der christliche Glaube dort in Gottesdiensten gefeiert wird und er im Gebäude seinen Ausdruck findet. Immer mal wieder besuchen Kinder auch aus den „ferneren“ Kitas, der Melanchthon-, Margareten- und Lukas-Kita die Lutherkirche (die Luther-Kita-Kinder sind oft dort!), um sie kennenzulernen oder Gottesdienste zu feiern. Ihre Größe, die Malereien, die Orgel, der imposante Altar mit Kanzel, die Fenster – vieles lädt zum Staunen darüber ein und eben auch dazu, selbst Gottesdienste in dieser Kirche zu feiern. Anfang Juni haben um die 60 Kinder aus unseren vier Kitas einen Gottesdienst in der Lutherkirche gefeiert. Sie haben das „Tauffenster“, dass sie als Bild auf der Leinwand gesehen hatten, in der Kirche gesucht und dann die Erzählung von der Segnung der Kinder als Bildergeschichte kennengelernt. Gemeinsam mit Kindern anderer Kitas zu singen, beten, sich auf Entdeckungsreise zu begeben, war für viele eine beeindruckende, schöne Erfahrung. Der Familienausschuss unserer Gemeinde hat mit den Kitas entschieden, dass nun, neben den „hausinternen Angeboten“, regelmäßig Gottesdienste in der Lutherkirche mit Kindern aus allen vier Kitas stattfinden. Ein großer Dank gilt den ErzieherInnen, die sich mit den Kindern zu Fuß oder auch per Bus auf den Weg machen, damit dies möglich ist. Der neue KU4 Jahrgang startet Herzliche Einladung an alle Kinder, die nach den Sommerferien in die 4. Klasse kommen In der Konfi-Zeit treffen wir uns regelmäßig – abwechselnd im Gemeindehaus an der Lutherkirche (Iburger Str. 73) und im Steinwerk Katharinen (An d. Katharinenkirche 4), jeweils von 16.00 bis 17.30 Uhr. Wir singen, spielen und basteln zusammen, hören Geschichten aus der Bibel und wachsen zu einer Gemeinschaft zusammen. Noch unsicher? Kein Problem – probier’s einfach aus und mach dir dein eigenes Bild. Wir freuen uns auf dich! Unsere Termine 2025/26: Begrüßungsgottesdienst: Sonntag, 20.09., 11 Uhr Lutherkirche Verbindliche KU4 Tage: • Fr., 11.09., 16 bis 17.30 Uhr Treffen in St. Katharinen • Fr., 06.11., 16 bis 17.30 Uhr Treffen in Luther • Fr., 22.01., 16 bis 17.30 Uhr Treffen in Luther • So., 24.01., 11 Uhr Familiengottesdienst, Lutherkirche • Fr., 12.03., 16 bis 17.30 Uhr Treffen in Luther • Fr., 21.05., 16 bis 17.30 Uhr Treffen in Katharinen • So., 23.05., 10 Uhr Familiengottesdienst, St. Katharinen Anmeldung & Materialkosten Bitte meldet euch bis spätestens 30. Juni über das Online-Formular an: ku4.suedstadt.net (oder QR-Code) / Die Materialpauschale in Höhe von 25,– Euro wird direkt im Gemeindebüro bezahlt. SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 11

GOTTESDIENSTE Luther 05/07/2026, 5. So. nach Trinitatis 12/07/2026, 6. So. nach Trinitatis 19/07/2026, 7. So. nach Trinitatis 26/07/2026, 8. So. nach Trinitatis 02/08/2026, 9. So. nach Trinitatis 09/08/2026, 10. So. nach Trinitatis 16/08/2026, 11. So. nach Trinitatis 23/08/2026, 12. So. nach Trinitatis 30/08/2026, 13. So. nach Trinitatis 11.00 Anderer Gottesdienst Pn. von Häfen 11.00 Sommerkirche mit Taufen „Bischöfin Mariann Edgar Budde“ Pn. von Häfen 11.00 Sommerkirche Kostbarzeit „Mein Vorbild“ Diakon Holthaus 11.00 Sommerkirche „Alltagshelden 1“ Pn. Telscher-Bultmann 11.00 Sommerkirche „Alltagshelden 2“ Pn. Telscher-Bultmann 11.00 Sommerkirche „Hans Küng“ P. Danckwerts 11.00 Kostbarzeit Diakon Holthaus 11.00 Gottesdienst Lektor Klewer 11.00 18.00 06/09/2026, 14. So. nach Trinitatis 13/09/2026, 15. So. nach Trinitatis 20/09/2026, 16. So. nach Trinitatis Gottesdienst mit Verabschiedung von Antje Kassler P. Danckwerts Jugendgottesdienst Diakon Holthaus 11.00 „Anderer Gottesdienst“ Pn. von Häfen 11.00 Gottesdienst mit Posaunenchor Pn. von Häfen 11.00 Kostbarzeit P. Danckwerts 9.30 Gottesdienst mit Posaunenchor Pn. Telscher-Bultmann 9.30 Gottesdienst Lektorin Schild 9.30 Gottesdienst Lektor Bruns Lukas Haus Grüner Garten Die Gottesdienste feiern wir Dienstags um 10.30 Uhr im Foyer vom Seniorenheim „Haus Grünen Garten“ unter der musikalischen Begleitung von Ninel Potaschnik. Am Fillerbrink 6, Voxtrup Die nächsten Termine der evangelischen Gottesdienste sind: 14.07. (Pn. Von Häfen) 21.07. (Pn. Von Häfen ) 11.08. (Pn. Von Häfen) 18.08. (vorauss. Pn. Hollander) 08.09. (vorauss. Pn. Hollander) 15.09. (vorauss. Pn. Hollander) FREUD UND LEID Taufen Bestattungen In tiefer Trauer wurden kirchlich bestattet: 12 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

GOTTESDIENSTE Anderer Gottesdienst anschließend Frühschoppen im Kirchsaal „Grüne Finger“ Am 5. Juli, 11 Uhr Die Grünen Finger sind 13 Freiraumachsen, die wie hereinragende Finger die Stadt Osnabrück eng mit der umgebenden Landschaft verbinden – Parks, Kleingärten, Felder und Wälder bringen so frische Luft in die Stadt, kühlen an heißen Tagen, nehmen Regenwasser auf und geben Tieren und Pflanzen ein Zuhause – und uns Orte zum Atmen, Spazieren, Radeln, Entdecken und Selber-Anbauen. Kurz gesagt: Die Grünen Finger sind die Basis einer gesunden und klimaresilienten Stadt. Unter dem Motto „Grüne Fingerspitzengefühle“ wird dieses Jahr 100 Jahre Grüne Finger in Osnabrück gefeiert, denn sie waren 1926 maßgeblich eine Idee des visionären Stadtbaurates Friedrich Lehmann. Professor Hubertus von Dressler wird uns nahe bringen, wie Ökologie und Stadtentwicklung in Osnabrück zueinander in Beziehung stehen. „(Be-)hindert sie nicht!“ Am 6. September, 11 Uhr Es gibt Behinderungen, die sehr sichtbar sind – eine Person ist z. B. auf einen Rollstuhl angewiesen oder hält einen Taststock in der Hand, um auch blind den Weg zu finden. Andere Behinderungen sieht man von außen nicht, wie bei Menschen, die autistisch sind oder ADHS haben. Egal, ob sichtbar oder nicht – oft sind mit Menschen mit Behinderungen mit Problemen in ihrem Alltag und mit Vorurteilen konfrontiert. Mehr dazu und was unter „Ableism“ oder „Ableismus“ verstanden wird, erklärt uns Heba Najdi vom Antidiskriminierungsbüro der Stadt Osnabrück. KostBarZeit Die Sommermonate halten weiterhin das Angebot der KostBarZeit für alle bereit. Die Gottesdienste beginnen wie immer um 11 Uhr in der Lutherkirche. Bereits vorher, ab 10 Uhr, steht ein leckeres Frühstück für jeden und jede (ohne Anmeldung) in der Kirchenkneipe bereit. Viele Gemeindemitglieder haben dieses Frühstück für sich zum festen Termin gemacht und freuen sich über die Gemeinschaft am Frühstückstisch. Herzliche Einladung! Am Sonntag, 19. Juli „Mein Vorbild“ – KostBarZeit im Rahmen der Sommerkirche Wer oder was hat mich geprägt? Vielleicht auch meinen Glauben? Wo habe ich Vorbilder gefunden und was macht sie aus? Am Sonntag, 16. August „Heimat“ Einrahmen, besitzen, andere ausgrenzen – das ist eine Möglichkeit. Fühlen, gestalten und verbinden ist eine andere Möglichkeit. Was ist Deine, meine, unsere Heimat? Am Sonntag, 20. September „Zeitgeschenke“ – eine Familien-KostBarZeit Generationsübergreifend beschäftigen wir uns mit der Zeit. Eingeladen sind ausdrücklich auch Familien mit Kindern. SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 13

GOTTESDIENSTE Sommerkirche Thema Vorbilder Bischöfin Mariann Edgar Budde Am 12. Juli Mutig hat sie im Gottesdienst anlässlich der zweiten Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika eine Predigt gehalten, die am Ende um Mitgefühl warb für Menschen, denen der frisch wiedergewählte Trump den Kampf angesagt hatte. Wer ist diese Frau und was macht sie zur Zeit? In diesem Gottesdienst werden wir außerdem fünf Kinder taufen, drei sind 4 Jahre, eins 1 ½ und eins ist noch ganz neu auf der Welt! Mit Pastorin von Häfen. Mein Vorbild? – Am 19. Juli im Rahmen der Kostbarzeit Wer oder was hat mich geprägt? Vielleicht auch meinen Glauben? Wo habe ich Vorbilder gefunden und was macht sie aus? Mit Diakon Holthaus und Team Hans Küng – Nur wer fragt, glaubt – Am 9. August, 11 Uhr Viele Menschen verlassen die Kirche, wenn sie Fragen haben. Der katholische Theologe Hans Küng ging den umgekehrten Weg: Er stellte Fragen und blieb. Er kritisierte die Kirche, weil sie ihm wichtig war. Daran möchte ich mich anschließen und fragen: Wie kann man unserer Kirche treu bleiben, ohne unkritisch zu sein? In diesem Gottesdienst feiern wir außerdem das Abendmahl. Mit Pastor Danckwerts. „Alltagsheldinnen und -helden“ – Am 26. Juli und 2. August Oft sind es Menschen, die einem tagtäglich über den Weg laufen, oder auch nur ab und zu. Menschen, die einem vielleicht von ihrem Alltag erzählen – privat oder beruflich, und ich denke: Das sind „AlltagsheldInnen“, vor denen ich tief den Hut ziehe. Sie sind für mich so etwas wie „Vorbilder“, und so werden wir am 26. Juli und 2. August in den Gottesdiensten der Sommerkirche „Menschen von nebenan“ kennenlernen und unsere Hochachtung und Dankbarkeit für diese Menschen zum Ausdruck bringen. Mit Pastorin Telscher-Bultmann. Besuch aus Südafrika 21 Sängerinnen und Sänger der Martin-Luther-Kantorei aus Lebowakgomo, Limpopo, Südafrika waren vom 5. bis 11. Juni 2026 zu Gast beim Afrika-Gospelchor Njabulo hier in Osnabrück. Beide Chöre haben für nahezu eine Woche ihr Domizil in der Südstadtkirchengemeinde bezogen – in der Lutherkirche und im nahen Gemeindehaus. Da wurde gesungen, getanzt, gebetet, gegessen und natürlich fleißig geprobt und gefeiert. Ein Gottesdienst und drei Konzerte waren die Highlights – ebenso der Empfang im Friedenssaal durch den ersten Stadtrat Wolfgang Beckermann. Bei Flashmobs in der Schloss-Mensa und im Stadtgaleriecafé sorgte die bunte Gesellschaft für etliche staunende und fröhliche Gesichter. Ein ganz herzlicher Dank gilt der Südstadtkirchengemeinde für die großartige Bereitstellung der Räume und der Kirche – besonderer Dank geht an Michaela Schneider und Irene Sandt. Danken möchten wir aber auch den Gastfamilien, in denen die afrikanischen Gäste beherbergt wurden: Ulrike & Stefan Burghardt, Rita & Arist von Schlippe, Marianne & Eckhard Thiele, Brigitte Fritsch & Hartmut Ranke sowie einige Mitglieder des hiesigen Chores. Im Namen des Afrika-Gospelchores Njabulo: Petra Jeska 14 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

KIRCHENKNEIPE „Das ist doch alles Käse…“ Am Donnerstag, 2. Juli, von 19 bis 21 Uhr Pastorin von Häfen und Frau Kolkmeyer vom Hof Kolkmeyer laden zu einer Käse-Verkostung ein. Verschiedene Sorten liegen auf dem Brett bereit. Kosten: 10 Euro. Anmeldung bitte bis zum 28.06. an: holthaus@suedstadtkirchengemeinde.de Buch-Lesung mit Maria Braig Am Donnerstag, 6. August, von 19 bis 21 Uhr Die Osnabrücker Autorin Maria Braig ist zu Gast und liest Auszüge aus ihren verschiedenen Büchern. Anschließend ist Zeit zum Gespräch. Kosten: 10 Euro. Anmeldung bitte bis zum 31.07. an: holthaus@suedstadtkirchengemeinde.de „Das kommt mir spanisch vor…“ Am Donnerstag, 3. September, von 19 bis 21 Uhr Wir laden ein zu einem spanischen Abend mit leckeren Tapas vom Feinkostgeschäft Peral aus Osnabrück. Passende Getränke und ansprechende Musik runden den Abend ab. Kosten: 15 Euro. Anmeldung bitte bis zum 23.08. an: holthaus@suedstadtkirchengemeinde.de Whiskey-Tasting Am Donnerstag, 1. Oktober, von 19 bis 21 Uhr Wir laden ein zu einer wunderbaren Verkostung verschiedenster WhiskeySorten. Entdecken Sie, wie Torf, Holz und Asche im Glas schmecken können. Und als Höhepunkt unterhält uns der Männerchor Sutthausen mit ihrem Repertoire an Irish-Pub-Songs. Kosten: 20 Euro. Anmeldung bitte bis zum 29.08. an: pastor.danckwerts@gmail.com Zusätzlich zu diesen „exklusiven Highlights“ findet an jedem 4. Donnerstag im Monat von 19 bis 21 Uhr die „offene Kneipe“ (ohne besonderes Programm) statt. Jeder und jede ist zu unseren Angeboten eingeladen! Kommen Sie gerne und halten Sie einen Plausch mit den Gästen und den GastgeberInnen. Kirchenkneipe Die ersten beiden exklusiven Angebote in der Kirchenkneipe der Lutherkirche sind schon wieder vorbei – der musikalische Abend war stimmungsvoll und gut besucht – alle waren am Ende in bester, musikalischer Stimmung. Die Weinprobe musste aus Teilnahmemangel leider ausfallen. Der Sommer hält wieder einige tolle Angebote für alle bereit. Weitere Infos finden Sie in unseren Flyern oder bekommen Sie bei den Verantwortlichen der Südstadtkirchengemeinde. SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 15

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KIRCHENVORSTAND Hallo, herzliche Grüße aus dem Kirchenvorstand! Seit mehreren Jahren sind wir in der Südstadtkirchengemeinde auf dem Weg, den Neubau eines neuen Gemeindehauses an der Lutherkirche zu planen. Leider ist dieses Vorhaben komplizierter als gedacht, was wir vor Kurzem bei einem Besuch unserer obersten Baudirektorin aus der Landeskirche in Hannover erneut lernen mussten. So waren unsere Vorüberlegungen zu diesem Thema leider nicht mit den Vorstellungen des Denkmalschutzes und der besonderen hervorzuhebenden Architektur der Lutherkirche kompatibel. Wir werden daher nochmal alles grundlegend überdenken müssen, um neue Ideen zu finden. Hier steht der Kirchenvorstand und unser Bauausschuss jetzt erneut vor einer großen Aufgabe. Ein Gemeindehaus-Neubau kann nicht allein durch die Gemeinde gestemmt werden – hierzu sind in der Regel der Kirchenkreis und die Landeskirche mit im Boot. Erst wenn alle Parteien einem tragfähigen Konzept zugestimmt haben, können die erforderlichen Finanzmittel freigegeben werden. Obwohl die Gemeindekasse über einige Rücklagen verfügt, sind wir nicht in der Lage so ein großes Vorhaben allein zu bewältigen. So müssen neben der Barrierefreiheit und Denkmalaspekten jede Menge Anforderungen erfüllt werden. Die Landeskirche schreibt für diesen Prozess einen Architektenwettbewerb vor, der dann entsprechende Entwürfe generiert. Erst nach Abschluss dieses Wettbewerbs kann dann ein Neubau freigegeben werden. Leider ist die Situation rund um die Lutherkirche komplex und Vieles muss mit bedacht werden. Hierzu zählt auch, dass bei einem zukünftigen Neubau eines Gemeindehauses ein Heizsystem gefunden werden muss, das CO2 -neutral ist und möglichst auch die Kirche mitversorgen kann. Denn für alle unsere Gebäude ist von der Landeskirche eine Vorgabe erlassen worden, dass alle Kirchengebäude bis 2035 ihren CO2 -Ausstoß um 80 % reduzieren müssen. Dies bedingt dann auch Umbauten am Heizsystem der Lutherkirche. Es ist somit nicht nur ein Gebäudeneubau, der geplant werden muss, sondern es muss ein Heizungskonzept für den ganzen Standort gefunden werden. Unser Gemeindebüro neben der Lutherkirche ist im alten Pfarrhaus der Miquelstraße 5 untergebracht. Jedoch auch dieses Haus ist in die Jahre gekommen und braucht dringend eine Sanierung, was eine weitere große Baustelle am Standort Luther bedeutet. Damit stehen wir bereits vor drei komplexen Bauvorhaben, von denen eines einen Architektenwettbewerb erfordert, während die beiden anderen – die Kirche und das alte Pfarrhaus – unter Denkmalschutz stehen. Die Bretter, die hier gebohrt werden müssen, sind ordentlich dick. Ich denke wir werden dies nur schrittweise schaffen und genau diesen Plan gilt es jetzt zu erarbeiten. Welche Vorhaben gehen wir als Erstes an und welche Reihenfolge ist sinnvoll. Wie es hier weitergeht werde ich berichten. Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommerzeit! Liebe Grüße und wir sehen uns in der Gemeinde. Daniel Matzner Daniel Matzner Spenden Förderverein Evangelische Jugend Südstadt e. V. DE79 2655 0105 0000 3442 83 Lukas Familien-Zentrum DE63 2655 0105 0000 6977 48 Stichwort: LukasFamilienZentrum Spenden mit besonderem Verwendungszweck DE63 2655 0105 0000 6977 48 Förderverein der Margareten Kita e. V. DE 86 8306 5408 0004 2244 00 Förderkreis des Melanchthon-Kindergartens e. V. DE97 2655 0105 1514 0011 20 Förderverein der Luther-Kita DE91 2655 0105 1552 1431 80 Stichwort: Förderverein Luther Kita Alle Konten bei der Sparkasse Osnabrück BIC: NOLADE22 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 17

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Hilko Danckwerts, Antje Kassler LUKAS FAMILIENZENTRUM Gesucht: Frühstücks-Begeisterte für unser Mehrgenerationen-Frühstück! Wie Sie an anderer Stelle in diesem Heft vielleicht schon gelesen haben, gibt es im Sommer eine große personelle Veränderung in unserer Gemeinde: Antje Kassler wechselt als neue Sekretärin in unser Gemeindebüro. Mit diesem Schritt verlässt sie nicht nur den Kirchenvorstand, sondern muss auch ihre Aufgaben im Lukas Familienzentrum neu aufteilen. Die gute Nachricht ist: Sie bleibt uns weiterhin als Koordinatorin für das Familienzentrum erhalten! Die Herausforderung dabei: Aus zeitlichen Gründen schafft sie es künftig einfach nicht mehr, das beliebte Mehrgenerationen-Frühstück selbst vorzubereiten und zu leiten. Und hier kommen Sie ins Spiel! Wer aus unserer Gemeinde hätte Lust und Zeit, diese wunderbare Aufgabe einmal im Monat zu übernehmen? Es ist eine tolle Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen, Gemeinschaft zu stiften und ein paar gemütliche Stunden zu gestalten. Keine Sorge, Sie werden dabei natürlich nicht ins kalte Wasser geworfen: Antje Kassler ist gerne bereit, Sie gründlich in die Aufgabe einzuführen, Ihnen alles zu zeigen und Ihnen beim Start mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Haben Sie Interesse, ein Herzstück unseres Familienzentrums mitzugestalten, oder haben Sie vorab noch Fragen? Dann melden Sie sich ganz unkompliziert direkt bei Antje Kassler oder im Gemeindebüro. Wir freuen uns auf Sie und Ihr Engagement! Großer Familienausflug: Ab ins Maislabyrinth! Suchen Sie noch nach einem spannenden Sommerabenteuer für die ganze Familie? Dann merken Sie sich schon jetzt einen ganz besonderen Termin vor: Am Freitag, den 28. August 2026, laden die Familienzentren zu einem großen gemeinsamen Ausflug ein! Unser Ziel ist das beliebte Maislabyrinth auf dem Hof Hauswörmann. Gemeinsam wollen wir den richtigen Weg durch die grünen Pfade finden, kleine Rätsel lösen und jede Menge Spaß an der frischen Luft haben. Das Besondere an diesem Tag: Alle unsere Familienzentren (FMZs) tun sich für diesen Ausflug zusammen – eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen, zu quatschen und neue Familien kennenzulernen. Und das Beste daran? Die Familienkasse wird geschont: Der Eintritt wird komplett vom FMZ übernommen! Anmeldung bei Antje Kassler notwendig. Die Eckdaten im Überblick: • Wann: Freitag, 28.08.2026, 15 bis 18 Uhr • Wo & Treffpunkt: Direkt am Hof Hauswörmann • Wer: Alle Familien und Interessierten unserer Familienzentren Familiennachmittag in der Überraschungskirche Familien mit kleineren Kindern, Omas und Opas und die, die Kirche mal anders erleben wollen, sind herzlich willkommen, mit uns die Überraschungskirche zu feiern! In entspannter Atmosphäre beginnen wir gegen 15.45 Uhr mit Getränken und Keksen, bevor wir uns einem besonderen Thema widmen. Das kann eine Geschichte aus der Bibel sein, die wir mit viel Kreativität und Spaß aufnehmen, ein Thema, das uns wichtig ist … In Gemeinschaft essen wir dann gegen 17.30 Uhr gemeinsam zu Abend – jeder kann etwas mitbringen. Schauen Sie einmal herein! Wir treffen uns das nächste Mal am 4. September zu einer Olympiade mit Wettkämpfen und anschließenden Grillwürstchen. Unsere Treffen finden immer im LukasFamilienzentrum, Heckerstr. 75, 49082 Osnabrück statt. Bei Rückfragen gibt Ihnen Pastorin TelscherBultmann gerne Auskunft: Tel. 7603765! TERMINE Cre-Aktive 2. Donnerstag im Monat, ab 20 Uhr Frau Staas, Tel. 57 16 48 Frau Schleutker, Tel. 57 13 51 Kleine Füchse Spielgruppe für Kinder von 3 bis 6 Jahren Dienstags 15.30 bis 17 Uhr Kontakt über Antje Kassler, Tel. 9 70 88 33 Krabbelgruppe Für Kinder von 0 bis 18 Monaten Montags 14 bis 14.45 Uhr Kontakt über Antje Kassler, Tel. 9 70 88 33 Lukas-Café Mittwochs 15–17 Uhr mit Kinderbetreuung Antje Kassler, Tel. 9 70 88 33 Lukas-Bücherei Mittw. 15 bis 16 Uhr + Freitags 9 bis 11 Uhr Frau Werner, Tel. 58 88 89 Vorlesen mit Lesewelt e. V. Immer vormittags in der Lukas Kita Frau Burger, Tel. 5 61 28 Lukas-Männertreff 1. Donnerstag im Monat, 19.30 Uhr Burkhard Fischbein, Tel. 86 02 99 64 Wolfgang Biermann, Tel. 58 75 21 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 19

ANZEIGEN Ihre Apotheke vor Ort in der 3. Generation der Familie Meinecke. Bestellen Sie bei uns bis 16:30 Uhr und wir liefern Ihnen die Medikamente noch am gleichen Tag! Beachten Sie auch unsere zweimonatig wechselnden Angebote. Tagespflege Den Tag gemeinsam erleben Diakonie Tagespflege – die alternative Betreuungsform Sie benötigen Hilfe bei der Bewältigung Ihres Alltags oder wollen den Tag in Gesellschaft verbringen? Wir unterstützen Sie und Ihre Angehörigen mit umfangreichen Pflegeangeboten und Aktivitäten. Im Hermann-Bonnus-Haus Ansprechpartnerin: Frau Malle Rheiner Landstraße 147 49078 Osnabrück Telefon 0541 40475-35 – individuelle Tagesstruktur – Förderung der körperlichen und geistigen Aktivität – regelmäßige Mahlzeiten in geselliger Runde – qualifizierte Pflegekräfte – Grundpflege und medizinische Behandlungspflege – Hilfe bei der Kostenklärung Im Bischof-Lilje-Altenzentrum Ansprechpartner: Herr Novakovic Rehmstraße 79-83 49080 Osnabrück Telefon 0541 98110810 www.diakonie-os.de 20 24-Stunden Notdienst

EV. JUGEND SÜDSTADT Aus dem MitarbeitendenForum Mit dem Juli geht das MitarbeitendenForum auch in die Sommerferien und beschließt dieses Halbjahr mit einem Grillabend. In den Sommerferien sind einige der JugendleiterInnen in der Kinderfreizeit im Einsatz. Vor den Sommerferien waren noch viele Seminare der Konfi-Zeit auf dem Terminkalender und nach den Sommerferien geht es direkt mit der Mitarbeit bei den Konfi-Kirchen weiter. Aktuell sind noch das Seminar im Advent und eine Fahrt nach Angers in der abzuklärenden Phase. Höhepunkt war zuletzt die Fahrt über ein MaiWochenende nach Schillig in die, der Ev. Jugend Südstadt bekannten, Jugendherberge. Auch die Fahrt, zusammen mit vielen KonfirmandInnen, in den Heidepark war ein toller Tag. Schätze des Christentums Zum Ende der Hauptkonfi­Zeit haben die Jugendlichen überlegt, was ihre „Schätze des Christentums“ sind. Hier eine kleine Auswahl – vielleicht ist auch etwas für Sie dabei? >>> Die Bibel, das Kreuz, die Gemeinschaft, der Zusammenhalt, die Hilfsbereitschaft, die Liebe, der Frieden, das Glück, der Einklang mit Gott, die Zufriedenheit, das Gebet zu Gott, die Sicherheit, die Geborgenheit, die schützende Hand, der sichere Hafen, die Feiertage, die Akzeptanz, die Nächstenliebe, die Hoffnung. Jugendgottesdienst „Auf Stimmenfang“ Am Sonntag, den 30.08., findet um 18 Uhr der nächste Jugendgottesdienst in der Lutherkirche statt. Ein neues Schuljahr hat begonnen und damit vielleicht auch viele neue Situationen in Deinem Leben; nicht nur in der Schule. Oft müssen wir zu Beginn die vielen Stimmen ordnen, die uns regelmäßig begegnen. Wir überlegen, welche Stimmen es so gibt, welche nützlich und welche vielleicht störend sind. Und was hat Paulus damit zu tun?! Herzliche Einladung an alle Kinder, Jugendlichen, Eltern, Großeltern … an alle! Von der Schillig-Freizeit Auf der Jugendfahrt an die Nordsee nach Schillig waren fast 20 Jugendliche angemeldet. Mit dem Zug (und einer Verspätung) und dem Überlandbus ist die Gruppe passend zum Abendessen in der Jugendherberge in Schillig angekommen. Gemeinsam wurden besinnliche und kreative Andachten gefeiert und es wurde viel gespielt, gepuzzelt, geradelt und sogar gebadet. Eine kurze Reise, die aber sehr intensiv war und viel Freude bereitet hat. Mal sehen, ob es nächstes Jahr wieder nach Schillig gehen wird… Aus der Konfi-Zeit Die HauptkonfirmandInnen wurden im April konfirmiert. Wir hoffen, dass alle einen schönen und feierlichen Ehrentag hatten und positiv an ihre Konfi-Zeit zurückdenken können. Mit dem Nachtreffen und der Verteilung der Konfirmationsfotos im Mai ging die Konfi-Zeit in der Südstadtkirchengemeinde dann endgültig zu Ende. Die VorkonfirmandInnen haben ihr erstes Jahr in der KonfiZeit mit den Seminaren beendet und starten nach den Sommerferien in die Themen der Haupt-Konfi-Zeit. Gemeinsam mit der Gruppe der KatharinenGemeinde stehen insgesamt sieben Konfi-Kirchen auf dem Plan – einmal im Monat an einem Freitagabend. In diesem Jahr starten keine neuen VorkonfirmandInnen in die, bisher typische, Konfi-Zeit unserer Gemeinde. Die VorkonfiTreffen haben diese Kinder bereits im 4. Schuljahr bei uns besucht. Seit dem Ende dieser Zeit sind die Kinder und Jugendlichen dann mit kontinuierlichen Treffen, Projekten und Gottesdiensten der Konfi-Zeit in Kontakt geblieben. Im Sommer 2027 geht es für sie dann in die Hauptkonfi-Zeit, die mit dem neuen Konfi-Camp startet. Außerdem starten viele Kinder in die Vorkonfi-Zeit der 4. Klasse. Ihnen wünschen wir einen guten Start in diese Phase. SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 21

SENIOR:INNEN SAK Sommerfrische 2026 Herzliche Einladung zum neuen SommerFrische Programm 2026 unserer Senior*innen-Akademie in der Südstadt! Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Team wünsche ich allen einen schönen Sommer! Ihre Pastorin Ina von Häfen Gut zu wissen Ort Die Veranstaltungen finden statt im großen Saal des Gemeindehauses, bei kleineren Gruppen auch in der Guten Stube. Bitte achten Sie ggf. auf Aushänge. Anmeldung Bitte melden Sie sich für die Dienstag Vormittage und die Cafés am Donnerstag Nachmittag mit dem Anmeldebogen schriftlich im Gemeindebüro an, auch gerne per E­Mail. Sagen Sie bitte rechtzeitig ab, wenn Sie einmal doch nicht teilnehmen können, das hilft uns beim Planen und Einkaufen. Kosten Wir bieten unsere Veranstaltungen in der Regel ohne Gebühren an und bitten herzlich um eine Spende, damit wir die Kosten decken können. Herzlichen Dank dafür! Die Gebühr für den Tanzkurs und den Gymnastikkurs sammeln die Leiterinnen selber ein bei der Veranstaltung. Regelmäßige Treffen Eine Anmeldung ist nicht nötig Der Tanzkurs mit Elke Beyling findet jeweils montags um 10 Uhr statt – die Referentin sammelt die Teilnahmegebühr von 6 Euro direkt ein. GEMEINSAM HANDARBEITEN Das Treffen am 4. Mittwoch im Monat um 15 Uhr mit Maria Frommeyer macht Sommerpause im Juli und August und startet wieder am 23.09.2026. OFFENE SPIELERUNDE Lust auf Mensch-ärger-dich-nicht oder Canasta? Oder Sie bringen Ihr Lieblingsspiel einfach mit und suchen sich Mitspieler*innen. Jeweils Mittwochs von 14.30 bis 17 Uhr unter der Leitung von Jutta Jeskolski: Termine: 15.07.; 19.08.; 16.09.; 14.10.; 21.10. FITNESS Ü60 Auch im Alter fit und gelenkig bleiben! Roswitha Többen, Lehrerin i.R., läßt uns jeden Donnerstag von 10 bis 11 Uhr Spaß an Bewegung haben. Dieser Kurs richtet sich an alle um die 60 und darüber ohne Obergrenze, die keine wesentlichen körperlichen Erkrankungen haben und altersgemäß fit sind. Bitte kommen Sie in bequemer Kleidung und bringen Sie eine Gymnastikmatte und ggf. etwas zu trinken mit – Leitungswasser haben wir da. Wenn Sie das erste Mal kommen, rufen Sie Frau Többen bitte vorher an unter mobil (01 76) 72 96 73 55. Die Teilnahmegebühr von 5 Euro wird direkt eingesammelt. SPAZIERGEH-TREFF AM SONNTAG Es haben sich einige Menschen gefunden, die sich zu gemeinsamen Spaziergängen an Sonntag Nachmittagen verabreden. Wenn Sie Interesse haben, daran teilzunehmen, dann erkundigen Sie sich bitte im Gemeindebüro nach dem nächsten Treffen, dann wird Ihnen Ort und Zeit mitgeteilt. 22 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

SENIOR:INNEN Vormittags-Treff am Dienstag um 10 Uhr Für die folgende Veranstaltungen bitte unbedingt schriftlich anmelden 1 Eine kleine Reihe zu Siegfried Lenz Am 17. März 2026 feierte die Literaturszene Siegfried Lenz’ Geburtstag. Er zählt zu den bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. An drei Vormittagen soll er mit seiner Biographie und seinen Büchern bei uns zu Gast sein. 1a Dienstag, 30.06. Ein Streifzug durch sein Leben und seine Werke, u. a. „Die Deutschstunde“, „Heimatmuseum“, „Der Mann im Strom“, „Es waren Habichte in der Luft“, „Der Überläufer“. 1b Dienstag, 14.07. „Lehmanns Erzählungen“ oder „So schön war mein Markt“ aus den Bekenntnissen eines Schwarzmarkthändlers, die Siegfried Lenz mit viel Humor zu schildern weiß. 1c Dienstag, 28.07. „Landesbühne“: während einer Theateraufführung verlassen einige Häftlinge unbemerkt ihr Gefängnis und feiern unerkannt Erfolge als Schauspieler in einem kleinen Städtchen. Eine heitere Geschichte voll Lebensweisheit und Freundschaft. Mit Marianne Stiehl. Sie können sich auch für einzelne Termine anmelden! 2 Dienstag, 07.07. Mutig sein Wir beschäftigen uns mit dem Buch „Mutig sein!“ der amerikanischen Bischöfin Mariann Edgar Budde. 2025 richtete sie sich in ihrer Predigt im Gottesdienst zur Amtseinführung Donald Trumps mit kritischen Worten und der Bitte um Erbarmen direkt an den Präsidenten. 3a 3b 100. im Gemeindebüro (Miquelstraße 5, 49082 Osnabrück) mit dem Anmeldezettel oder per E-Mail: kg.suedstadt.osnabrueck@evlka.de. Die Mitschnitte ihrer Predigt gingen um die Welt, vielen ist sie zum Vorbild geworden. Hier zeigt sie: Mut und mutiges Handeln sind ein Lebensweg. Es geht um Entscheidungen: zu gehen, zu bleiben, etwas Neues zu beginnen, zu akzeptieren, was wir nicht gewählt haben, sich Herausforderungen zu stellen, mit Enttäuschungen umzugehen und Beharrlichkeit aufzubringen. Man muss kein gläubiger Mensch sein, meint Mariann Edgar Budde, um auf die zutiefst menschliche Fähigkeit zu vertrauen, Liebe, Güte und echte Stärke in unser eigenes Leben und in die Welt zu bringen. Mit Pn. Ina von Häfen. Dienstag, 21.07. + Dienstag, 25.08. „Joggen fürs Gehirn!“ Gedächtnistraining mit Bärbel Hochartz und Jutta Jeskolski für maximal 8 Personen. Sie können sich auch für einzelne Termine anmelden! 4 Dienstag, 04.08. bereits um 9.30 Uhr! Film Wir schauen einen Film über eine bekannte mexikanische Künstlerin, die in ihrem Leben Schicksalsschläge mit Hilfe ihrer Kunst bewältigt. 5 Dienstag, 18.08. Tischdeko basteln mit Eva-Maria Sudowe Zum einen wäre es schön, wenn wir für unsere Café-Nachmittage neue Tischdeko aus Tonkarton bekämen, aber natürlich dürfen Sie Ihre Bastelergebnisse auch mit nach Hause nehmen. Zur Verteilung offene Straßen Ansgarstr., ca. 10 Exemplare Gabrielweg, ca. 5 Exemplare Geschwister­Scholl­Str., ca. 14 Exemplare Hauswörmannsweg, ca. 22 Exemplare Kardinal­von­Galen­Str., 13 Exemplare Michaelweg, ca. 10 Exemplare Wiesental, ca. 14 Exemplare Jugendliche unter 18 Jahren erhalten von uns pro zu verteilendem Exemplar 15 Cent als Taschengeld! SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 23

SENIOR:INNEN Vormittags-Treff am Dienstag um 10 Uhr 6 Dienstag, 01.09. Klopf mal an, dann kommt „der Wurm“ schon raus! Meridian-Klopftechniken helfen effektiv, Alltagsstress zu bewältigen. Sie wirken als erholsamer „Kurz-Urlaub“. Lernen Sie mit Ulla Kalberg, Ihre Kräfte besser für sich UND andere einsetzen zu können. Maximal 10 Personen. Dieses Bild wurde mithilfe KI generiert. 7 Dienstag, 08.09. Jüdische Dichterinnen und Dichter Aus dem großen Kreis jüdischer Dichterinnen und Dichter kann nur eine kleine Auswahl zu Wort kommen – Selma Meerbaum, Anne Frank, Mascha Kalèko, Paul Celan. Den Schwerpunkt bilden die beiden jüngsten: Anne Frank wurde nur 16 Jahre alt und Selma Meerbaum 18 Jahre. Sie hätten eine große Karriere machen können. Mit Marianne Stiehl. Cafés am Donnerstag Nachmittag um 15 Uhr 8 Donnerstag, 02.07. Erföffnungscafé „Sommerfrische EröffnungsCafé“ – wir möchten diesmal ganz besonders Geburtstagkinder einladen, die in den ersten sechs Monaten Januar bis Juni ihr Wiegenfest begangen haben. Sie erhalten eine kleine Aufmerksamkeit und Irina Pauls unterstützt uns musikalisch bei einem kleinen Ständchen und weiteren Liedern nach Wunsch. Auch Nicht-Geburtstagskinder sind natürlich herzlich willkommen! 9 Donnerstag, 09.07. Eine echte Freundschaft: Rut und Noomi Die beiden Frauen aus dem alttestamentlichen Buch Rut stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Frauensonntags. „Wo du hingehst, da will ich auch hingehen!“ – dieser beliebte Trauspruch wird tatsächlich von der Moabiterin Rut zu ihrer judäischen Schwiegermutter Noomi gesagt. Gemeinsam erobern sie sich einen Platz in einer patriarchalischen Gesellschaft. Helga Schild, Mitglied des Kirchenvorstandes und Lektorin, stellt uns gemeinsam mit Pn. Ina von Häfen diese beiden mutigen Frauen vor. 10 Donnerstag, 16.07. „Willst du glücklich sein im Leben, trage bei zu andrer Glück“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Es geht weiter „Denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigne Herz zurück!“ Eva-Maria Sudowe und Jutta Jeskolski reisen mit uns in die Welt der Poesiealben – wenn Sie noch einen solchen Schatz besitzen aus Ihrer Kinder- und Jugendzeit, bringen Sie gerne Ihr Poesiealbum mit! 11 Donnerstag, 23.07. Tulpenwut und Rosenliebe In einem bunten Strauß wunderbarer Geschichten schreibt die Autorin Gabriele Tergit (geboren 1894 in Berlin, gestorben 1982 in London) über die Kulturgeschichte der Blumen. Wo ist ihre Heimat, wann und wie und wo kamen sie nach Europa? Welche Blume ist den Göttinnen und Göttern in der Antike zugeordnet, in der christlichen Religion, als Herrschaftssymbol und Stadtwappen, in der Heilkunst, im Märchen, in der Welt der Dichtkunst und in der Malerei. Wer mag, kann bitte EINE Blume aus dem Garten oder vom Straßenrand mitbringen. Mit Marianne Stiehl. 24 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

Cafés am Donnerstag Nachmittag um 15 Uhr 12 Donnerstag, 30.07. Bingo! Eva-Maria Sudowe bringt uns aus St. Pius alles mit, was zu einem spannenden Bingo-Nachmittag nötig ist. Zum Ansporn gibt es kleine Preise für die Glücklichen, die alle Felder ihrer Karte füllen und „Bingo!“ rufen können. 13 Donnerstag, 06.08. Bilder aus Frankreich Im Mai ging die Urlaubsreise von Matthias Färber-von Häfen und Ina von Häfen nach Frankreich bis ans Ende der Loire, dorthin, wo sie in den Atlantik mündet. Es gibt wieder viel Kunst und Landschaft zu bestaunen. 14 Donnerstag, 13.08. Paula Moderson-Becker Vor 150 Jahren wurde die Malerin geboren und ihr Geburtstag wird in diesem Jahr in Worpswede und in Bremen in der Böttchergasse in Ausstellungen gefeiert. Ihre Bilder sind große Kunst. Wir schauen auf ihr Leben und ihre Werke und lassen sie auch selbst in ihren Briefen und Tagebucheinträgen zu Wort kommen – und vor allem lassen wir ihre Bilder sprechen! Mit Marianne Stiehl. 15 Donnerstag, 20.08. Film Wir machen es uns bei Kaffee und Keksen gemütlich und schauen uns einen Film an, der uns in die Schweizer Bergwelt entführt, wo ein verwaistes Mädchen einfach von seiner Tante bei ihrem eigenbrötlerischen Großvater „geparkt“ wird. Die beiden lernen einander erstaunt kennen und kommen schließlich gut miteinander klar, bis aber... doch schauen Sie selbst! 16 Donnerstag, 27.08. Abend- und Gute-Nacht-Lieder Weltweit haben in allen Kulturen Abend- und Gute-Nacht-Lieder eine lange Tradition. Es gibt Texte, die viele hundert Jahre alt sind. Für Menschen, die außerhalb ihrer Heimat leben müssen, sind sie Erinnerungen an eine Zeit, als alles noch gut war. Nach den Tagesereignissen ist es tröstlich, zur Ruhe zu kommen und mit Liedern um einen guten Schlaf zu beten und zu bitten. Mit Marianne Stiehl. SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August 25

ZU GUTER LETZT Macht Religion gelassener? SÜDWIND · Impressum Herausgeber: Der Kirchenvorstand der Ev.­luth. Südstadtkirchengemeinde Osnabrück Miquelstr. 5 · 49082 Osnabrück Redaktion: Günter Abrams, Sonja Helbing, Dietmar Otte, Joachim Prinz, Pastor Hilko Danckwerts (V.i.S.d.P. & Layout) Grafisches Konzept: Max Ciolek, gutundgruen.de Gesamt­Layout: Marina Germain · www.ellaworks.de Bildnachweise: Christa Henke, privat, unsplash, pixabay, pexels, canva.com, freepik, pxhere, Adobe Firefly KI, Wikipedia Auflage: 5.750 Stück Digitalausgabe auf www.suedstadtkirchengemeinde.de Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 31.07.2026 suedwind@suedstadtkirchengemeinde.de Werbung und Beiträge bitte an das Gemeindebüro, Tel. 05 41 5 69 01 66 . . . und wäre das angesichts der Weltlage überhaupt angebracht? Wie kann man bei der Weltlage gelassen sein? Das ist eine berechtigte Frage und trotzdem sehnen sich viele Menschen nach innerer Ausgeglichenheit. Könnte der Ausweg vielleicht ein christlicher Blick auf die Welt sein? Denn klar ist: Die Krisen dieser Welt fordern dazu auf, zu handeln und nicht die Hände in den Schoß zu legen. Nur wie? Und woher soll man die Kraft dazu nehmen? Hektik und Panik helfen hier nicht. Schlimme Situationen werden durch sie nur noch unerträglicher oder gar gefährlich. Gerade herausfordernde Situationen verlangen nach Überblick und überlegtem Handeln. Das gelingt viel eher, wenn sich die handelnden Menschen ruhig und selbstbewusst an ein Problem machen. Das ist ein gutes Argument für Gelassenheit. Die Religion kommt ins Spiel, wenn man fragt, woher die innere Ruhe und das Selbst-bewusstsein kommen sollen. Wir Menschen handeln auf der Grundlage von Voraussetzungen, die wir uns nicht selbst gegeben haben. Religiös gesprochen: Unser Leben, unsere Fähigkeiten sind ein Geschenk Gottes. Ein religiöser Mensch, der das im Bewusstsein hat, kann gelassener auf die Aufgaben und Herausforderungen blicken, die vor ihm liegen. Auch deswegen, weil Gott als dem Schöpfer nicht nur die erste, sondern auch die letzte Verantwortung obliegt. Aber ist christliche Gelassenheit dann nicht eine obskure Hoffnung auf einen höheren Sinn, die vertröstet und damit gleichgültig gegen das Leid macht und nicht aktiviert? Die christliche Theologin Dorothee Sölle hat das anders gesehen. Für sie hat religiös begründete Gelassenheit noch einen zweiten Effekt: Sie beschreibt eine tiefe, die ganze Person einnehmende Gelassenheit als Moment der Gottesschau. Diese Erfahrung des Einsseins mit allen Dingen aber lässt den Menschen, der sie erlebt, gerade nicht tatenlos und relaxt sein. Im Gegenteil: Wenn ich mich mit allen Dingen verbunden fühle, dann lasse ich es auch nicht zu, dass es einem Teil schlecht ergeht, dann lässt mich das Schicksal der anderen nicht kalt. Dann setze ich mich für eine bessere Welt ein und dafür, dass Gottes Schöpfung bewahrt wird. Gelassenheit in diesem christlichen Sinne ist also gerade nicht Gleichgültigkeit. Eine christliche Gelassenheit führt zum Mitgefühl für andere – und damit zum Handeln. Konstantin Sacher 26 SÜDWIND 109 | 2026 Juni–August

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